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Finanzplanung: 5 Schritte zum erfolgreichen Finanzplan

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Um ein Unternehmen erfolgreich führen zu können, muss die Finanzplanung fortlaufend ein essentieller Teil der Strategie sein. Mit Hilfe eines Finanzplans wird einiges überwacht. Deswegen sollte sie ein Kernbestandteil der Unternehmensprozesse werden. Hier werden Ein- und Auszahlungen archiviert, gemanaged und prognostiziert. Kernaufgabe bei der Finanzplanung ist es, Geldbedarf und Geldüberschüsse sichtbar zu machen. So kann die Liquidität des Unternehmens gesichert werden. Mit einer gut durchgeführten Finanzplanung gelingt es Unternehmer:innen also jederzeit den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und Investitionen fundiert tätigen zu können. So bleiben Sie wettbewerbsfähig und können weiterwachsen.

 

 

Zusammenfassung:

 

1. Finanzplanung: Definition

2. Wann ist die Finanzplanung wichtig?

3. Finanzplan erstellen: Die 5 Schritte zum Erfolg 

  • a. Umsatz- und Kostenplanung  
  • b. Gründungskosten und Investitionen bestimmen 
  • c. Liquiditätsplanung
  • d. Finanzierungsplan mit Gegenüberstellung von Eigenkapital und Fremdkapital
  • e. Rentabilitätsrechnung als Gewinn- und Verlustrechnung

4. Finanzplanung mit professioneller Unterstützung

 

 

1. Finanzplanung: Definition

 

Ein Finanzplan wird von Unternehmen, öffentlichen oder Privathaushalten erstellt, um eine Prognose für die jeweiligen Finanzen zu erhalten. Dabei werden sämtliche erwarteten Zahlungsströme zusammengenommen und daraus der Cashflow sowie der Kapitalbedarf errechnet.

 

 

2. Wann ist die Finanzplanung wichtig?

 

Vor allem, wenn Sie einen Kredit aufnehmen möchten und dafür Banken oder andere Kapitalgeber:innen anfragen möchten, ist die Finanzplanung essentiell. Von ihr hängt letztlich ab, ob und zu welchen Bedingungen Sie einen Kredit bekommen. Die Finanzplanung ist also nicht nur für das Unternehmen selbst eine wichtige Prognose, sondern auch essentiell bei der Beschaffung von nötigem Kapital. Denn, ob eine gewisse Kapitalbeschaffung zustande kommt oder nicht, entscheidet maßgeblich über die weitere Existenz, Wettbewerbsfähigkeit und Gewinnsteigerung eines Unternehmens.

 

 

3. Finanzplan erstellen: Die 5 Schritte zum Erfolg 

 

Entscheidend für die Bewilligung Ihres Kreditantrags ist ein schlüssiger Finanzplan. In diesem Abschnitt erklären wir, woraus sich ein Finanzplan zusammensetzt. Außerdem erfahren Sie, wie Fehler bei der FInanzplanung vermieden werden können. Vor allem kleinere Unternehmen oder Start-Ups haben Probleme, Kredite zu bekommen. Mit dieser Anleitung behalten Sie den Überblick:

 

 

Umsatz- und Kostenplanung  

Zunächst müssen alle variablen (umsatzabhängigen) Kosten sowie alle fixen Kosten aufgezählt werden. Hiermit wird im zweiten Schritt der Deckungsbetrag ermittelt. Dieser gibt die Differenz zwischen Umsatz und Kosten an. Dieser Betrag ist wichtig, da er anzeigt wie Fixkosten gedeckt werden können. Denn wenn diese Rechnung getan wurde, kann wiederum ermittelt werden ab wann die Firma Gewinne erwirtschaften wird. Diese Berechnung resultiert meist in dem Begriff “Break Even”.

 

 

Gründungskosten und Investitionen bestimmen 

Sämtliche Investitionen in Betriebsmittel des Anlage- und Umlaufvermögens sowie alle weiteren Gründungskosten müssen anhand eines zuvor aufgestellten Betriebsmittelplans bezeichnet werden. Zum Anlagevermögen zählen z. B. Grundstücke, Maschinen, Betriebsausstattungen und Finanzanlagen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, (un-)fertige Erzeugnisse von Waren, kalkulierte Reserven und der Kassenbestand zählen zum eingerechneten Umlaufvermögen. Laufende Kosten müssen ebenfalls berücksichtig werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht zu gering beziffert und mit einem Liquiditätspuffer von 25 % eingerechnet werden.

 

 

Liquiditätsplanung

Ob Ihr Unternehmen liquide ist, zeigt inwiefern Sie zahlungsfähig bleiben. Die kalkulierten Einnahmen werden hierfür den Ausgaben gegenübergestellt. Basis der Rechnung sind bereits erwirtschaftete Mittel zuzüglich Ihrer kalkulierten Einnahmen. Davon werden sämtliche Ausgaben für Betriebsmittel, Investitionen, Tilgungszahlungen, private Entnahmen, abgeführte Mehrwertsteuer, Personalkosten, Wareneinkauf und Weitere subtrahiert, womit idealerweise eine Überdeckung bzw. ein Überschuss entsteht. Hier kann es sein, dass ein Fehlbetrag entsteht. Wenn das passiert, muss durch Eigen- oder Fremdkapital aufgestockt werden. Um dauerhaft erfolgreich zu sein, sollte der Finanzplan angeben, dass Sie auf Lange Sicht Überschüsse einbringen können.

 

 

Finanzierungsplan mit Gegenüberstellung von Eigenkapital und Fremdkapital

Wie viel Fremdkapital Sie tatsächlich benötigen, ermitteln Sie, indem Sie Ihr Eigenkapital vom oben errechneten Kapitalbedarf abziehen. Als allgemeine Regel können Sie davon ausgehen, dass mindestens 20 % Eigenkapitalquote vorhanden sein sollten. Zusätzlich sind einzubringende Sicherheiten gemessen an ihrer Verwertbarkeit und Nutzungsdauer entscheidend für die Kreditvergabe. Wer weder Eigenkapital noch sonst irgendwelche Sicherheiten vorweisen kann, kann weitere Finanzierungslösungen in Anspruch nehmen. Z. B. kommen Bürgschaftsbanken oder geförderte Leasingmöglichkeiten in Frage.

 

 

Rentabilitätsrechnung als Gewinn- und Verlustrechnung

Die erweiterte Gewinn- und Verlustrechnung zeigt Ihnen, ob Sie mit Ihrer Geschäftsidee Gewinne erwirtschaften werden. Dabei wird das Betriebsergebnis ermittelt, das vor Abzug der Steuern für die kommenden drei Jahre prognostiziert werden kann. Diese Rechnung wird mit einer Gewinn- und Verlustrechnung durchgeführt.

 

 

4. Finanzplanung mit professioneller Unterstützung

 

Wer einen professionellen Finanzplan erstellen möchte, muss viele Kriterien berücksichtigen. Sie geben nämlich an, wie tragfähig eine Geschäftsidee ist. Daher sollten Sie unbedingt folgende Fragen berücksichtigen, wenn Sie mit eine Finanzplanung erstellen:

  • Ist Ihre Preiskalkulation nachhaltig?
  • Decken sich Ihre prognostizierten Einnahmen und Ausgaben oder erwarten Sie sogar höhere Einnahmen?
  • Ab wann rechnen Sie mit Überschüssen?
  • Haben Sie genügend Puffer für unterschiedliche Geschäftsentwicklungen eingerechnet?
  • Wie ist das Verhältnis von Fremd- und Eigenkapital?

 

Es kommt oft vor, dass Gründer:innen die Entwicklung der Geschäftsidee zu optimistisch betrachten oder Kosten zu knapp kalkulieren. Gerade zu Beginn der Selbstständigkeit ist das normal. Daher raten Finanzexpert:innen zu einer professionellen Beratung für die Gründung neuer Unternehmen. Auch auf Dauer können Steuerberater:innen und Finanzexpert:innen Sie in Sachen Buchhaltung unterstützen. Denn letztlich sollten Sie sich auf das konzentrieren, was Sie in Ihrem Unternehmen wirklich machen möchten – und nicht mit Zahlen kämpfen, die für Expert:innen leicht zu händeln wären.

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